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30.03.2009: Jahreshauptversammlung 2009

Mitgliederversammlung - Erfolgsgeschichte Kindersportschule. VfL Pfullingen muss das Jahnhaus sanieren

Neue Sporthalle nicht in Sicht

VON MAGDALENA KABLAOUI

PFULLINGEN. »Sorgenkind beim VfL bleiben die Sportstätten.« Gert Klaiber, Vereinschef des großen Pfullinger Sportvereins, ging in seinem Bericht während der Jahresversammlung am Freitag im Jahnhaus vor allem auf die Beeinträchtigung des Sportbetriebs durch fehlende Hallenkapazitäten ein. Das beträfe besonders die zuwachsstarken Bereiche Fußball und Handball sowie die Basketballabteilung und die im letzten Jahr eingerichtete Kinder-Sportschule KISS. Auch bei den Sportplätzen gebe es teilweise »alles andere als ideale Verhältnisse«. Das Fußballtraining auf dem Hartplatz grenze an Körperverletzung.                                          

»Im Vergleich zu kleineren Gemeinden sieht Pfullingen schlecht aus«, so der VfL-Vorsitzende. Vor Kurzem schien es für die Stadt möglich zu sein, Fördermittel für den Bau einer neuen Sportstätte aus dem Konjunkturprogramm II abrufen zu können. Eine Hoffnung, die durch die Umwandlung in eine Pauschalförderung jedoch zunichtegemacht worden sei. Jetzt müsse man wieder auf eine konventionelle Finanzierung setzen. Der VfL liebäugele mit einem Sportvereinszentrum, für das es beim Württembergischen Landessportbund (WLSB) eine spezielle Förderung gebe. Platz für einen »Sportpark Pfullingen« mit Sporthalle und Vereinszentrum gebe es zwischen Schönbergstadion, Pfullinger Hallen und Freibad.

Sport hat hohen Stellenwert

Ein Sporthallenkonzept habe die Stadt parat. Die Kosten von acht bis zehn Millionen Euro bedürften jedoch einer enormen Kraftanstrengung, erklärte Bürgermeister Rudolf Heß, sichtlich enttäuscht, dass man trotz intensiver Bemühungen die Gelder aus dem Konjunkturprogramm nicht abrufen konnte. Der Sport habe in Pfullingen einen hohen Stellenwert: 58 000 Euro pro Jahr gebe die Stadt für den Unterhalt des Sportbetriebs aus, dazu seien Investitionen in die Sportanlagen von 900 000 Euro gekommen und auch die Freibadsanierung komme dem Sport zugute.

Zur Realisierung der neuen Sporthalle müssten nun Vermögensumschichtungen erfolgen: An der Karlshöhe soll ein weiteres Baugebiet ausgewiesen werden, dessen Erlös für die Sporthalle verwendet werden soll. Man versuche, in eine Projektförderung zu kommen und habe Kontakt zum WLSB aufgenommen. Aber auch die Einnahmesituation der Stadt, die derzeit einen gravierenden Einbruch bei der Gewerbesteuer verkraften muss, müsse sich verbessern.

»Sie haben uns auf den Boden der Realität zurückgeholt«, kommentierte Klaiber die engagierte Rede des Bürgermeisters, der sich seit Jahren für den Bau einer Sporthalle einsetzt und doch die Hoffnung auf eine schnelle Realisierung dämpfen muss.

Gert Klaiber ehrte 21 Sportler für hervorragende Leistungen bei deutschen und baden-württembergischen Meisterschaften. Die vor einem Jahr ins Leben gerufene Kindersportschule unter der Leitung von Alexander Job bezeichnete er als »Erfolgsgeschichte«.

Für die weitere Sanierung des Jahnhauses kommen 150 000 Euro Kosten auf den Hauptverein zu: Die Fenster müssen ausgewechselt und die Fassade erneuert werden. Hier muss ein Kredit aufgenommen werden. Während Finanzreferent Peter Reith für 2008 in seinem Bericht noch ein Plus von 2 377 Euro nach Tilgung (Einnahmen: 396 674, Ausgaben: 377 146) verzeichnen konnte, steht für 2009 wegen wegfallender Einnahmen und dem Sanierungsbedarf ein dickes Minus von 91 000 Euro im geplanten Ergebnis.

Wiedergewählt wurden Gert Seeger als zweiter Vorsitzender und die Referatsleiter Peter Reith, Hans-Peter Lange und Ulrich Vöhringer.

Für den nicht zur Wiederwahl angetretenen Horst Döpper leitet nun Justus Wolf das Referat Presse und Öffentlichkeitsarbeit. Wolfgang Reiske erhielt für seine Verdienste um die Boxabteilung die Ehrenmitgliedschaft des VfL verliehen. (GEA)

Ehrungen beim VfL Pfullingen - Vorsitzender Gert Klaiber: Die Liste der vereinstreuen Mitglieder ist sagenhaft lang

»Eine sagenhaft lange Liste«, freute sich VfL-Vorsitzender Gert Klaiber über 41 Ehrungen, die er am Freitag bei der Jahresversammlung des Hauptvereins allein für 25-jährige Vereinstreue vornehmen konnte. Das war sogar für den 3 378 Mitglieder zählenden Verein viel. Insgesamt wurden 63 Sportler und passive Mitglieder geehrt.
60 Jahre VfL-Mitglied sind: Gretel Burkhardt, Otto Fink, Kurt Reiff, Willy Wörner.
50 Jahre: Renate Beck, Hermann Böhmler, Heinz-Dietrich Fratzke, Ernst Losch, Erich Schauwecker, Dr. Peter Schretzmann, Walter Schüler, Hermann Stumm, Siegfried Stumm, Ernst Vielberth.
40 Jahre: Reinhold Baum, Willy Fischer, Andreas Kretschmer, Christel Merkh, Albert Rauscher, Walter Scheurer, Wolfram Schüler, Herbert Zagst.
25 Jahre: Gerd Beck, Sieglinde Beck, Volker Bertsch, Andreas Besemer, Ingeborg Besemer, Silke Birgel, Susanne Breckel, Frank Burgemeister, Klaus Dalm, Thomas Dietz, Dagmar Dollinger, Karin Eben, Dieter Haug, Gerhard Heinlin, Hans-Dieter Herrmann, Thomas Holzwarth, Hartmut Junger, Ute Krones, Walter Möck, Dörte Möller, Horst Niefer, Eckard Nothdurft, Hildegard Pudelko, Rita Raach, Rosemarie Rauscher, Brigitte Riedel, Klaus-Ulrich Riedel, Wilma Schlegel, Bernd Schüler, Erika Steimle, Günter Tress, Wolfgang Tröster, Harald Trumpf, Sabine Votteler, Ursula Wedekind, Renate Wedekind-Braun, Heike Wolf, Jürgen Wolf, Angelika Wollny, Heidi Zeiler, Heike Zielke. (kab)

Quelle: Reutlinger Generalanzeiger http://www.gea.de/detail/1226708

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